Kulturbahnhof Nettersheim
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kuba DIALOGE

" D I A L O G E " - Bilder von
Ursula Knorr & Norbert Küpper

Ausstellung im Kulturbahnhof in Nettersheim
8. Oktober - 5. November 2017

 

 






































 

















 

 

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„Liebe Kunstfreundinnen und Freunde,
lieber Norbert Küpper,
ich begrüße Sie zur heutigen Ausstellung „DIALOGE“
mit Arbeiten des Kölner Künstler-Paares URSULA KNORR und NORBERT KÜPPER.

Ein Viertel Jahrhundert ist es her, dass sie nach ihrem Kunststudium
und dem Abschluss als Meisterschüler an den ehemaligen Kölner Werkschulen ein gemeinsames Atelier bezogen - eine alte Backstube im Hinterhof eines Gründerzeit-Hauses im Kölner Süden, in dem sie später als Paar auch die darüber liegende Wohnung teilen sollten.

Aus dem gemeinsamen Atelier war zwischenzeitlich mehr geworden. - Sie hatten Glück.

Sie hatten nicht nur einen gemeinsamen Arbeits- und Lebensraum gefunden - sie hatten vor allem sich gefunden.

Kennengelernt habe ich Ursula Knorr & Norbert Küpper 2012 - ausgerechnet in Gemünd, wo ich aufgewachsen bin. Anlass ihres Besuches war damals eine Podiumsdiskussion
im Rahmen einer heftigst umstrittenen Ausstellung mit Arbeiten des NS-Künstlers Werner Peiner, der nach 1933 von Hermann Göring persönlich zum Leiter der neu gegründeten „Herrmann-Göring-Malerschule“ in Kronenburg ernannt worden war.

Nicht nur, dass Norbert Küpper und ich schnell feststellten, dass wir beide in Sachen NS-Kunst bzw. Architektur schon lange kunsthistorisch interessiert unterwegs waren - nein – wie der Zufall es eben so will: wir wohnten quasi als Nachbarn im selben Kölner Stadtviertel, gerade mal 10 Minuten zu Fuß voneinander entfernt.

Mit der Zeit entwickelte sich eine Freundschaft zwischen meiner Frau Malgosia und mir
und dem Künstler-Paar, dessen Arbeiten hier im KUBA zu sehen sind.

Wir lernten ihre Vorlieben für guten Wein und gutes Essen kennen, ihre Liebe zu Italien und die italienische Renaissence und Sizilien im Besonderen. So war der fast schon regelmäßige Studienurlaub nach Sizilien während der letzten Jahre nach ihrem gemeinsamen einjährigen Arbeitsaufenthalt in der Villa Romana in Florenz quasi obligatorisch geworden. Zu sehen auch in den Motiven der ausgestellten Arbeiten, die sich manchmal in einem direkten Zwiegespräch gegenüber stehen, wie z.B. die 4er Artischocken Gruppe im hinteren Raum links. Ich nenne ihn mal den „Artischocken-Raum“.

Davor der „Sonnenblumen-Raum“ mit Ursula Knorr‘s teils fast schwarzen Sonnenblumen,
die von oben ihren eigenen Schatten auf die Papierarbeiten von Norbert Küpper zu werfen scheinen.

Kommen wir in die beiden vorderen Räume, wo wir uns gerade befinden, in den mittleren Raum. Hier sind Papierarbeiten von Norbert Küpper aus den Jahren 2015 und 14 ausgestellt, mit den Titeln „Das Spiel der Wiederholung“ und „Spitze in Sizilien“.

Vordergründig tut sich dem Betrachter hier die Frage nach dem Dialogischen auf - findet sich aber in den gemalten Schatten von Kaktusfeigen - auf Italienisch „Fichidindia“ - schnell beantwortet.

Und das führt uns in den Eingangsraum, an den Anfang der Ausstellung, wo wir in den sieben Arbeiten von Ursula Knorr aus dem Jahre 2015 die dialogische Ergänzung zu den
Papierarbeiten von Norbert Küpper im mittleren Raum finden:

„Fichidindia“ (Kaktusfeige) 1 - 7
Öl auf Leinwand
80 x 80 cm groß.

Es sollten ihre letzten abgeschlossenen Arbeiten sein.

Am 24. Dezember 2015 kam Ursula Knorr auf ihrem Heimweg nach Köln in einem Massenunfall auf der A4 nahe Köln ums Leben.“


(Jürgen A. Roder zur Eröffnung der Ausstellung am 8.10.2017)

 

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